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Deadline: 01.11.2022

Call: Spezialisierung und Ganzheitlichkeit – Call for Abstracts


 

 

 

23. Workshop des Arbeitskreises „Medizin und Theologie“ zum Thema:
Spezialisierung und Ganzheitlichkeit.

Multiprofessionelle Teams und deren Umgang mit den unterschiedlichen methodischen Zugangsweisen zu Krankheit und Gesundheit


Zeit: Freitag/Samstag, 27./28. Januar 2023

Ort: Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien


Wiss. Tagungsbeirat
: Reiner Anselm, Julia Inthorn, Lukas Kaelin, Ulrich Körtner, Martina Schmidhuber

Eine Zusammenarbeit im Team erscheint als der Goldstandard für die bestmögliche Behandlung und Versorgung von Menchen am Lebensende, bei schwerer Erkrankung, in vielfältigen vulnerablen Situationen. Doch was macht ein erfolgreiches Team aus? Interdisziplinarität, Multiprofessionalität oder Interprofessionalität? Lässt sich der Erfolg in bestimmten Strukturen finden oder gilt es, noch auf wesentlich andere Aspekt zu achten – auf konkrete Kommunikationsformen und Leitungsprozesse oder auf eine wertorientierte Außendarstellung, die auch von Mitarbeiter:innen als stimmig, motivierend, indentifizierend erlebt wird? Gleichzeitig stehen Organisationsentwicklung und Innovationen eher im Verdacht, die allzu knappe Personal- und Ressourcensituation zu beschönigen anstatt das ‚Konzert der Gesundheitsberufe‘ effizienter zu organisieren.

Was lässt Behandlungs- und Versorgungsprozesse gelingen und wer ist in der Lage, das Gelingen oder Misslingen zu beurteilen? Welche Rolle spielen dabei die verschiedenen Professionen, wie wird die Perspektive von Patient:innen oder Klient:innen einbezogen bzw. gewürdigt? Wie viel Aufmerksamkeit kann das moderne Gesundheitssystem überhaupt auf individuelle Bedürfnisse oder gar Vorstellungen von Lebensqualität und Gesundheit legen? Nicht nur in den möglichen Auswegen und Bewältigungsstrategien mit der Corona-Pandemie zeigt sich, dass der Expertise des Gesundheitswesens und den dahinterstehenden Disziplinen offenbar nicht (mehr) geglaubt und auch den klassischen Behandlungs- und Versorgungsangeboten immer öfters nicht mehr gefolgt wird. Schlagworte wie ‚Ganzheitlichkeit‘ oder ‚integrierte Medizin und Pflege‘ signalisieren, dass es alternative Zugänge zu Gesundheitssicherung und Krankheitsbewältigung geben könnte – gegen eine reparaturorientierte, fraktionierte, in Disziplinen aufgeteilte Medizin, unter den ‚Fittichen der Pharmaindustrie‘?

Der AK Medizin und Theologie fragt nach Forschungsansätzen und -vorhaben, die mehrdimensional und multidisziplinär auf Versorgungsherausforderungen reagieren und zudem die organisationale Perspektive und Rahmenbedingung nicht außer Acht lassen. Der AK Medizin und Theologie lädt Nachwuchswissenschaftler:innen aus den Disziplinen Medizin und Theologie sowie Philosophie/Ethik, Sozialwissenschaften und angrenzenden Disziplinen ein, ein Abstract in diesem Themenbereich bis zum 01. November 2022 (1 Seite A4) einzureichen. Ziel des AK Medizin und Theologie ist es, zu dem gewählten thematischen Schwerpunkt aktuelle Forschungs- und Qualifizierungsarbeiten und Vorhaben einem kleinen Kreis vorzustellen und intensiv zu diskutieren.

Kostenübernahmen: Wir können für die zum Vortrag eingeladenen TeilnehmerInnen die Fahrt- und Übernachtungskosten (hierfür wird eine begrenzte Anzahl Hotelzimmer in Wien reserviert) übernehmen. Für alle anderen interessierten TeilnehmerInnen (bitte hier nur ein kurzes Motivationsschreiben mit Arbeitsgebiet/Fokus – begrenzte Plätze!) ist die Teilnahme kostenlos, entsprechende Fahrt- und Übernachtungskosten müssen jedoch selbst getragen und organisiert werden.

Abstracts und Motivationsschreiben sind zu senden an:
Stefan Dinges
Institut für Ethik und Recht in der Medizin
Spitalgasse 2-4, Hof 2.8
A-1090 Wien
E-mail: stefan.dinges@univie.ac.at


gedruckt am  06.10.2022