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30. November 2019, Marburg

SYMPOSIUM "Wie wär's mit Widerstand? Ärztliche Handlungsoptionen gegen die Kommerzialisierung"

Zeit: Samstag, 30. November 2019, 11-17 Uhr
Ort: Marburg, Seminarräume des Elisabeth-Hospizes, Cappeler Straße 90 A

Leitende Ärzte haben die unbezweifelte, exklusive Kompetenz, Diagnosen und Indikationen zu stellen und damit relevante Kostenentscheidungen zu treffen. Das verschafft ihnen prinzipiell eine Verfügungsmacht, die kaum zu kontern wäre, wenn sie sie koordiniert und organisiert nutzen würden.

Sie könnten, wenn sie wollten, alle Anreize ignorieren, die dazu anhalten, den Vorrang des Patienteninteresses zu relativieren. Der organisierte Widerstand der leitenden Ärzte wäre besonders glaubwürdig; er wäre zudem in Einklang mit dem Interesse ihrer Mitarbeiter an patientenbezogener, guter ärztlicher Arbeit.

Freilich wären erhebliche Hürden zu überwinden. Konkurrenzprobleme zwischen den Abteilungen müssten verbindlich zwischen den Abteilungsleitern selbst geklärt werden, sie müssten gegenüber ihren Geschäftsführungen gemeinsam und einheitlich auftreten, die Abteilungsleiter-Solidarität müsste für mehrere Krankenhäuser gelten (u.U. einen Landeskrankenhausverband) und die einzelnen Fachvertreter müssten im Einklang mit ihren fachspezifischen Standards handeln.

- Wäre dies also eine Option, die zu unterstützen Sinn macht?

Diese Frage steht im Mittelpunkt unseres Symposiums. Das Symposion wird organisiert von der Arbeitsgruppe Ökonomisierung der AEM und der Gesellschaft für Ethik und Medizin Marburg. Näheres auf der Website der Arbeitsgruppe (www.ag-oekonomisierung.de ).