IDEM - Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin
| DetailansichtDetailansicht |
IDEM > Aktuell >

25. Oktober 2017, Universitätsklinikum Gießen

Symposium "Zur Bedeutung der Kulturwissenschaften für die Medizin"

Ausgangspunkt ist die folgende Überlegung und Frage: Die Medizin der Gegenwart ist in ihrem Krankheitsverständnis, in Wissensbeständen und Handlungsweisen auf den kranken Körper des Menschen hin ausgerichtet.

Ihre Verfahrensweisen sind an Naturwissenschaften und Statistik orientiert. Der kranke Mensch als Mensch, mit seiner Subjektivität, Biografie und seinen sozialen Beziehungen ist in der Produktion und Vermittlung von medizinischem Wissen weitgehend an den Rand gerückt, ebenso die kulturellen Kontexte und damit die Prämissen der Wissensproduktion selbst.

Die Frage, ob und in welcher Weise die Kulturwissenschaften in dieser Situation eine essenzielle Ergänzung darstellen können, mit einem eigenem Fundus an Begriffen, Methoden, Wissensbeständen und einem für wissenschaftliches Handeln konstitutiven Anregungspotenzial zur Selbstreflexion in der Medizin, ist Thema des Symposiums.

Eingeladen sind Vertreter unterschiedlicher medizinischer Disziplinen sowie verschiedener Kulturwissenschaften. Unter den Referenten sind u.a. Cornelius Borck (Lübeck), Walter Bruchhausen (Köln), Heiner Fangerau (Düsseldorf), Andreas Heinz (Berlin), Elisabeth Hsu (Oxford), Michael Knipper (Gießen), Dirk van Laak (Leipzig) und Nicolas Pethes (Köln).

Die abschließende Podiumsdiskussion wird von Werner Bartens (Süddeutsche Zeitung) moderiert.

Programm: http://www.uni-giessen.de/fbz/fb11/institute/histor/aktuelles/Symposium2017