IDEM - Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin
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24.05.2022, 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr (Online)

Konferenz: Suizidalität in der Altenhilfe

Inhalte

Unabhängig von den jeweiligen Positionen zum assistierten Suizid stellt der Umgang mit Suizidalität im Alter eine Herausforderung für jede Altenhilfe dar, die die bestmögliche Lebensqualität der ihr Anvertrauten als Anspruch hat. Der Fokus auf die Themen der Suizidprävention und die Sorge um von Lebensmüdigkeit; betroffene Menschen wird nicht nur für konfessionelle Träger der Altenhilfe, sondern für die ganze Gesellschaft zu einer Frage der Glaubwürdigkeit. Suizidalität kann dabei unterschiedliche Ausmaße annehmen und viele Ursachen haben. Beginnend mit dem Gefühl, das eigene Leben nicht mehr als lebenswert zu empfinden, über die Gewissheit, nicht mehr leben zu wollen, bis hin zu konkreten Suizidwünschen kann sich Suizidalität äußern. Auch die Ursachen sind vielfältig. Dazu zählen etwa Depressionen, Sucht, soziale Umstände oder der Verlust von körperlichen Funktionen. Depressionen zählen dabei neben den unterschiedlichen Demenzformen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Für Pflegende ist der Umgang mit den Betroffenen von Suizidalität oftmals herausfordernd und bedarf eines genauen Hinsehens. Dabei berührt die Frage des Umgangs mit Suizidalität im Alter die ethischen Themen der Autonomie, des Paternalismus, der Pathologisierung, der Anteilnahme, der Vermeidung von Leid und der Frage nach der Ehrfurcht vor dem Leben. Im Rahmen der Fortbildung soll über die Risikofaktoren für Suizidalität und die Möglichkeit der Suizidprävention gesprochen, es sollen aber auch deren Grenzen abgesteckt werden. Ziel dieser Fortbildung ist es, über die ethischen Aspekte in den Austausch zu kommen und zudem praktische Fähigkeiten für den Pflegealltag zu vermitteln.

 

Ziele

  • Klärung der verschiedenen Begriffe und Phänomene: Suizidprävention, Suizidalität, Risikofaktoren, Depression
  • Ethische Aspekte und Kontroversen des Themas
  • Praktische Umgangsmöglichkeiten
  • Austausch

Zielgruppe

Pflegende, Abteilungsleitungen, Einrichtungsleitungen und alle, die sich für das Thema interessieren.

Referenten

Dr. theol. Uwe Sperling, Diplom-Gerontologe, Universitätsklinikum Mannheim , Geriatrisches Zentrum, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention

Prof. Dr. med. Tillmann Supprian, Gerontopsychiater, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikums Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Kosten

50,00 Euro Kursgebühr und Arbeitsmaterialien; die Rechnung erhalten die Teilnehmer:innen mit separater Mail.

Die angemeldeten Teilnehmer:innen erhalten die Zugangsdaten vor der Veranstaltung zugeschickt.

Veranstalter: BBT-Gruppe

Tagungsleitung: Peter Richter

 

Anmeldung

Zentrale der BBT-Gruppe

Dr. Peter-Felix Ruelius

Kardinal-Krementz-Straße 1-5

56073 Koblenz

Telefon 0261-4966312

E-Mail: p.ruelius@bbtgruppe.de