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23. - 25. März 2017, Günzburg

Wissenschaftliche Frühjahrstagung: "Weltanschauung, Religion, Spiritualität und Suizidalität"

der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung suizidalen Erlebens und Verhaltens in der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), dem Nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro), dem Referat Suizidologie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN), der Deutschen Akademie für Suizidprävention (DASP) und der Abteilung Psychiatrie II der Universität Ulm,

ORT: Bezirkskrankenhaus Günzburg. Donnerstag, 23. März 2017, 14.30 Uhr bis Samstag, 25. März 2017 12.45 Uhr, Schloss Reisensburg, Günzburg

Programm: https://www.suizidprophylaxe.de/die-dgs/tagungen/die-naechste-wissenschaftliche-fruehjahrstagungen-der-dgs/ 

Anmeldung an: Schloss Reisensburg, Günzburg, Bürgermeister-Joh.-Müller-Str. 1, 89312 Günzburg, Tel: +49 (0)731/50-38000, Fax: +49 (0)731/50-38055, (begrenzte Zimmerzahl), ansonsten in Günzburg.

"Je besser die Menschen in sozialen Gruppen integriert sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie Selbstmord begehen" schrieb Emile Durkheim 1897 in "Le Suicide". Bezogen auf seine Feststellung, dass Suizide bei Protestanten häufiger sind als bei Katholiken sah er in dem größeren Individualismus der protestantischen Glaubensgemeinschaften einen zentralen Faktor für diesen Befund und sah in der "übermäßigen Individuation" bei Protestanten einen Ausdruck des "egoistischen Suizids". Seither ist die Forschung nicht stehen geblieben. Besonders in den USA, zunehmend aber auch in Europa entwickelt sich ein weites Forschungsfeld zum Verhältnis von Religiosität, Spiritualität und Gesundheit. Auch die spezielle Frage, ob Religiosität bzw. Spiritualität Suizide fördern oder davor schützen, wird mittlerweile weltweit angegangen. Die Wissenschaftliche Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention will vom 23.-25. März 2017 den Diskurs erneut aufgreifen und die Bedeutung von Weltanschauung, Religion und Spiritualität im Blick auf Suizidalität, Suizid und Suizidprävention untersuchen. Dabei ist der Dialog zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen von besonderem Interesse. Der geschützte und diskursfreudige Rahmen der Tagungen auf der Reisensburg soll diesen Austausch befördern. Als Referenten werden Sie Vertretern der Philosophie, der empirischen Wissenschaften, verschiedener Weltanschauungen, der christlichen Kirchen, des Judentums, des Islam und des Buddhismus mit suizidologischer Expertise begegnen. Die Tagung richtet sich an alle Personen, die sich in Praxis und Theorie mit Suizidologie und Suizidprävention befassen, sei es im klinischen, beratenden oder seelsorgerlichen Bereich.