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20. November 2018, 07. Dezember 2018 und 02. Februar 2019, Frankfurt

VORTRAGSREIHE WS 18/19 MIT STUDIENTAG "Neuere Formen des Suizids in der medizinethischen Diskussion"

an der Goethe-Universität Frankfurt

Informationen zur Vortragsreihe Neuere Phänomene der Lebensbeendigung, wie der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) sowie die terminale Sedierung, sind im Graubereich des (assistierten und nicht-assistierten) Suizids angesiedelt.Wie sie zu bewerten sind und was das für ärztliches Handeln heißt, wird in der medizinethischen Diskussion momentan verstärkt bearbeitet.

Zentral für die ethische Diskussion dieser Formen der freiwilligen Lebensbeendigung sind der freie Wille, die Handlungsmacht (agency), sowie die Unerträglichkeit des Leidens.

Ein genauer Blick auf diese Konzepte zeigt allerdings, dass diese weniger klar sind, als es zuerst den Anschein hat. Die Veranstaltungsreihe will hier zur interdisziplinären Klärung beitragen.

Themen der Vorträge:
20.11.2018, 18-20 Uhr "To Die Well: The Phenomenology of Suffering and Medical Ethics" Prof. Dr. Svenaeus, Södertörn University, Stockholm

07.02.2019, 18-20 Uhr "Mental Disorder, Decision-making, and the Experience of Possibility" Prof. Dr. Matthew Ratcliffe, PhD, University of York

Der Studientag am 7.12.2018, 10-16 Uhr bietet die Gelegenheit zur vertiefenden Auseinandersetzung mit neueren Phänomenen des (assistierten und nicht-assistierten) Suizids aus medizinischer und (theologisch-) medizinethischer Perspektive. Die Vorträge sowie der Studientag stehen in thematischem Zusammenhang, sind aber auch unabhängig voneinander zu besuchen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Teilnahme am Studientag wird um Anmeldung bis 20.11.2018 gebeten.

Die Zahl der Plätze ist beschränkt. Nach Anmeldung werden Texte zur Vorbereitung benannt.

Abstract The series of lectures aims at advancing a substantial and differentiate understanding of recent phenomena in the "grey-zone" of assisted and non-assisted suicide like the voluntary refusal of eating and drinking to hasten death and terminal sedation. Categories like free will, agency and unbearable suffering seem to set a clear normative frame for an ethical evaluation of actions that hasten death. In fact, these aspects are often not clear at all and show a need for differentiation.

We cordially invite all who may be interested in the topic to attend the lecture series and the study day. Veranstalter der Vortragsreihe ist der Fachbereich Katholische Theologie in Zusammenarbeit mit dem GRADE CENTER Ruth an der Goethe-Universität Frankfurt. Für weitere Informationen: http://www.uni-frankfurt.de/44701580/medizinethik