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19. Februar 2020, Berlin

Forum Bioethik "Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen - ethische Fragen" Vorträge mit anschließender Diskussion

Zeit: Mittwoch, 19. Februar 2020, 18:00 Uhr
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin (U2 Hausvogteiplatz oder Stadtmitte, U6 Französische Straße oder Stadtmitte)

Online-Anmeldung bis 14. Februar 2020 unter: https://www.ethikrat.org/forum-bioethik/trans-identitaet-bei-kindern-und-jugendlichen-therapeutische-kontroversen-ethische-fragen/ 

Interessenten können die Veranstaltung per Video-Livestream verfolgen.

Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung. Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen angefertigt. Mit Ihrer Teilnahme an der Tagung erklären Sie sich damit einverstanden, dass der Veranstalter die Aufnahmen unwiderruflich, zeitlich und räumlich uneingeschränkt in allen Publikationen und Medien der Öffentlichkeitsarbeit verwenden kann, solange der Bezug zur Tagung hergestellt ist.

Zum Thema Nach Angaben von Beratungsstellen in Deutschland ist die Anzahl derjenigen Kinder und Jugendlichen, die ihre empfundene geschlechtliche Identität im Widerspruch zu der ihnen zugeschriebenen Geschlechtszugehörigkeit wahrnehmen, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kritisch diskutiert wird, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und insbesondere welche medizinischen und psychotherapeutischen Angebote angemessen sind. Da es sich bei Kindern und Jugendlichen um eine besonders vulnerable Betroffenengruppe handelt, erfordern die im Kontext von Trans-Identität erwogenen therapeutischen Maßnahmen eine eigene ethische Reflexion.

Der Deutsche Ethikrat lädt am 19. Februar 2020 zu einer öffentlichen Abendveranstaltung der Reihe "Forum Bioethik" zum Thema "Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen - Ethische Fragen" ein, um die Öffentlichkeit für die ethischen Aspekte eines angemessenen gesellschaftlichen und medizinischen Umgangs mit Trans-Identität zu sensibilisieren und dazu mit betroffenen Personen, Expertinnen und Experten aus Medizin, Ethik und Recht sowie dem Publikum in einen Dialog zu treten.

Im Mittelpunkt des Forums stehen die Auseinandersetzung über unterschiedliche Herangehensweisen sowie die Herausforderungen, die sich für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern aus medizinischer, psychologischer, ethischer und rechtlicher Sicht ergeben.

Dabei werden unter anderem folgende Fragen in den Blick genommen:

  • Was ist Trans-Identität und welche Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche, die einen Widerspruch zwischen dem selbst erlebten Geschlecht und dem bei Geburt zugeschriebenen Geschlecht erfahren?
  • Wie ist der Wunsch nach Transition im Kindes- und Jugendlichenalter aus kinderpsychiatrischer Sicht zu bewerten?Welche Parameter sind entscheidend bei der Beurteilung der Angemessenheit eines Behandlungsangebots?
  • Welche wissenschaftlichen Evidenzen liegen für verschiedene therapeutische Vorgehensweisen vor?
  • Welche Rechte, insbesondere Kinderrechte, sind hinsichtlich psychotherapeutischer und medizinischer Interventionen bei Kindern und Jugendlichen zu beachten?
  • Wie können die Erfahrungen von betroffenen Personen im medizinischen und gesellschaftlichen Umgang mit Trans-Identität besser berücksichtigt werden?

Programm 18:00 Uhr Begrüßung Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates 18:05 Uhr Einführung Claudia Wiesemann, Stv. Vorsitzende des Deutschen Ethikrates 18:15 Uhr Therapeutische Kontroverse Alexander Korte, Universitätsklinikum München Georg Romer, Universitätsklinikum Münster 18:45 Uhr Perspektive einer Betroffenen Felizia Weidmann, Studierende 19:00 Uhr Rechtlich-ethische Reflexion Friederike Wapler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz 19:15 Uhr Podiumsdiskussion Till Amelung, Freier Autor Felizia Weidmann, Studierende Karoline Haufe, Trans-Kinder-Netz e.V. Friederike Wapler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz Alexander Korte, Universitätsklinikum München Georg Romer, Universitätsklinikum Münster Moderation: Judith Simon, Deutscher Ethikrat 20:30 Uhr Schlusswort Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

20:35 Uhr Empfang mit Videoprojektion der Ausstellung "Max ist Marie"