IDEM - Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin
| DetailansichtDetailansicht |
IDEM > Aktuell >

17. November 2021 (Online)

Konferenz: Assistierter Suizid: Standortbestimmungen in einer gesellschaftlichen Debatte

Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Am 26. Februar 2020 erklärte das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe (§217 StGB) für nichtig. Im Urteil wurde ausgeführt, dass das Recht auf selbstbestimmtes Sterben auch die Mithilfe von Dritten umfassen kann. Das Urteil hat nicht nur eine erneute rechtliche Klärung notwendig gemacht, sondern eine umfassende gesellschaftliche Debatte angestoßen. Innerhalb der jeweiligen Disziplinen wie Medizin, Jura, Theologie, aber auch im interdisziplinären Bereich finden zahlreiche Diskurse statt. Dabei stehen das Verhältnis von Lebensschutz und Selbstbestimmung, individual- und sozialethische Perspektiven, die Rolle von Suizidprävention sowie berufsethische und organisationsethische Fragen im Fokus.

Welche zentralen Punkte können aus den aktuellen Diskursen benannt werden? Wie können sie in ein interdisziplinäres Gespräch gebracht werden? Und wie kann die Frage des Assistierten Suizids in einer wertepluralen Gesellschaft diskutiert werden? Bildet eine weltanschauliche Neutralität den Hintergrund oder ist vielmehr ein Dialog verschiedener moralischer Positionen zu gestalten?

Diese Fragen sollen mit Expert*innen aus der Politik, Medizin, Recht, Theologie, Kirche und Diakonie diskutiert werden. Dazu laden wir Interessierte aus Theologie, Kirche, Diakonie, Hospiz- und Palliativarbeit, Suizidprävention, Seelsorge, Recht und Medizin herzlich ein.

Die Teilnahmegebühr beträgt 20,00 €.

Weitere Informationen und Programm unter:
Zentrum für Gesundheitsethik – Assistierter Suizid (zfg-hannover.de)