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15. November 2017, Bremen

Vortrag: "Was bedeutet "Aufklärung" im Kontext der Organspende?"

Im November 2012 ist eine Novellierung des Transplantationsgesetzes in Kraft getreten, mit der explizit das Ziel verfolgt wird, "die Bereitschaft der Organspende in Deutschland zu fördern" (§ 1 Abs. 1 TPG).

Zu diesem Zweck werden unter anderem die Krankenkassen stärker in die Pflicht genommen, ihre Mitglieder in regelmäßigen Abständen über Ablauf und Nutzen der Organspende aufzuklären.

Was aber bedeutet Aufklärung im Kontext der Organspende? Sind die bisherigen Bemühungen ausreichend bzw. sind sie legitim? Und wie ließe sich ggf. angemessener über Organspende aufklären?

Im Vortrag wird zunächst ein normativ gehaltvolles und kritisches Verständnis von Aufklärung entwickelt und an ausgewählten Beispielen aktueller Organspende Kampagnen gezeigt, warum viele Kampagnen dem skizzierten Anspruch nicht genügen. Dabei wird auch ein Blick auf die aktuelle Diskussion um das Hirntodkriterium geworfen und skizziert, vor welche ethischen Herausforderungen die Aufklärung über den Hirntod alle Beteiligten gegenwärtig stellt. Schließlich werden Gesichtspunkte entwickelt, die bei einer Aufklärung über Organspende berücksichtigt werden sollten, und Konflikte, die etwa im Angehörigengespräch auftreten können, ethisch reflektiert.

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 15. November 2017, 17.00 - 19.00 Uhr

Ort: Klinikum Bremen-Mitte, IBF-Bereich, Gebäude 42, Ebene 2 Gebühr: keine Referent: Dr. Daniel Kersting, Institut für Philosophie, Friedrich-Schiller-Universität Jena Moderation: Sonja Schäfer, Organspendebeauftragte des Bundesland Bremen

Anmeldungen und weitere Informationen: Jörn Gattermann, Klinikum Bremen-Mitte, IBF, St.-Jürgen-Straße 1, 28177 Bremen, Telefon: 0421/ 497-5520, Email: joern.gattermann(at)klinikum-bremen-mitte.de  www.klinikum-bremen-mitte.de  -Medizin & Pflege - Fort-und Weiterbildung