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13. Dezember 2017 - 22. März 2018, München

Medizinhistorische und medizinethische Veranstaltungsreihe, WS 2017/2018 des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM

Vortrag, Mittwoch, 13.12.2017 Klinikum rechts der Isar (MRI), Hörsaal C, 18:00–20:00 Uhr Prof. Dr. Andreas Nerlich Institut für Pathologie, Klinikum Bogenhausen und Klinikum Schwabing Paläopathologie – Wie man auch aus bayerischen Skeletten und Mumien ‚Geschichte‘ lesen kann Anhand von zwei Beispielen – dem Skelett eines Klosterbruders aus dem 18. Jahrhundert und der Mumie eines bayerischen Generals aus napoleonischer Zeit – zeigt der Vortrag Möglichkeiten und Grenzen der paläopathologischen Methode und veranschaulicht die daraus zu gewinnenden medizinischen und historischen Erkenntnisse.

Vortrag, Donnerstag, 18.01.2018 Klinikum rechts der Isar (MRI), Hörsaal C, 18:00–20:00 Uhr Prof. Dr. Fritz Dross Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM und Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg „Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen“ – Historische Perspektiven und ethische Aspekte der Debatte um die Ökonomisierung des Krankenhauses Der Vortrag analysiert ökonomische Faktoren in der Entwicklung stationärer Gesundheitsfürsorge seit dem Spätmittelalter, beschreibt wesentliche Momente des Umbruchs und zeigt die damit verbundenen ethischen Implikationen auf.

Exkursion und Ausstellungsführung (90 min.), Freitag, 19.01.2018 Deutsches Medizinhistorisches Museum, Ingolstadt, 14:00–19:00 Uhr Prof. Dr. Marion Maria Ruisinger Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums Organisation: Prof. Dr. Fritz Dross

Die Seele ist ein Oktopus – Antike Vorstellungen vom belebten Körper Die Ausstellung zeigt anhand von großformatigen Bildern, die der Berliner Graphiker Christoph Geiger zusammen mit Altertumswissenschaftlern entworfen hat, wie sich Philosophen und Mediziner in der Antike das Zusammenspiel von Seele und Körper vorgestellt haben. Ergänzt wird die Ausstellung durch Sammlungsobjekte aus dem Medizinhistorischen Museum und aus anderen Häusern. Gemeinsame Hinfahrt ab München Hbf 14:00 Uhr, Rückkehr um 19:00 Uhr. Max. 15 TeilnehmerInnen. Für Studierende der TUM ist die Teilnahme kostenfrei; für externe TeilnehmerInnen wird ein Unkostenbeitrag für die Bahnfahrt und Ausstellungsführung erhoben (ca. 15 EUR, je nach Teilnehmerzahl). Für diese Veranstaltung ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter: Tel. 089 4140 4041, adina.von-malm(at)tum.de 

Vortrag, Donnerstag, 01.02.2018 Klinikum rechts der Isar (MRI), Hörsaal B, 18:00–20:00 Uhr Prof. Dr. Gerrit Hohendorf Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Medizin an den Grenzen des Lebens – Zur aktuellen Debatte um die Sterbehilfe Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen ärztlicher und nichtärztlicher Sterbehilfe sowie ihre rechtliche und ethische Bewertung und setzt sich mit den Motiven sterbewilliger Menschen auseinander.

Podiumsdiskussion und Buchvorstellung, Donnerstag, 22.03.2018 Klinikum rechts der Isar (MRI), Hörsaal B, 19:00–21:00 Uhr Utopien und Irrwege – Was ist aus der Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs (SPK) heute zu lernen? Das Sozialistische Patientenkollektiv Heidelberg (1970–1971) war das utopische und gescheiterte Experiment eines Arztes und seiner Patienten, die glaubten, psychische Krankheiten könnten durch revolutionäre Aktionen geheilt werden. Christian Pross hat darüber unter dem Titel „Wir wollten ins Verderben rennen“ ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Teilnehmer: Prof. Dr. Josef Bäuml Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar (MRI), TUM Prof. Dr. Gerrit Hohendorf Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Wolfram Pfreundschuh Philosoph und Psychologe, war Mitbegründer des SPK Prof. Dr. Christian Pross Berlin, Autor des Buches „Wir wollten ins Verderben rennen“. Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gottfried Wörishofer Mitbegründer und Geschäftsführer der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen (MüPE) e. V. Moderation: Prof. Dr. Peter Brieger Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Jeanne Turczynski Redakteurin des Bayerischen Rundfunks

Fortbildungspunkte bei der BLÄK sind für die einzelnen Vorträge beantragt. Die Veranstaltungen sind öffentlich; eine Anmeldung ist (bis auf die Ausstellungsführung) nicht nötig.