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06.09.2022 (Hannover/Online)

Konferenz: Umgang mit Sterbewünschen in Pflegeeinrichtungen

Ort: Hybrid-Veranstaltung im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, Hannover

Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) in Kooperation mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. (LSHPN), der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), dem Diakonischem Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. (DWiN) sowie der Niedersächsischen Arbeitsgruppe Hospizarbeit und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen

Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen sind seit jeher mit Sterbewünschen von Bewohner*innen konfrontiert, doch im Umgang mit diesen bestehen zum Teil große Unsicherheiten. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Aufhebung des Verbots der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung vom Februar 2020 wird zudem die Diskussion um den assistierten Suizid mit neuer Dringlichkeit geführt. Einrichtungsleitungen und Trägerorganisationen müssen klären, inwieweit sie Suizidassistenz in ihren Räumlichkeiten erlauben wollen oder ablehnen können. Ebenso müssen sie sich den Fragen stellen, welche Herausforderungen sich im Fall einer palliativen Sedierung sowie bei einer Begleitung des freiwilligen Verzichts auf Essen und Trinken für die Einrichtungen ergeben.

Die Pflegeeinrichtungen, Pflegepersonen, niedergelassenen Ärzt*innen, multiprofessionellen SAPV-Teams, begleitenden Hospizdienste und andere Professionen in Pflegeeinrichtungen suchen nach Wegen, wie sie mit konkreten oder diffus-geäußerten Sterbewünschen von Bewohner*innen umgehen können und wie sie ihre eigenen ethischen Vorstellungen ins Verhältnis zu den institutionellen Vorgaben ihres Arbeitgebers und ihres Umfeldes setzen.

Was steckt hinter den Sterbewünschen und wie kann man darüber ins Gespräch kommen? Soll man die Bewohner*innen aktiv zu bestehenden Sterbewünschen befragen? Welche rechtlichen, medizinischen und pflegerischen Aspekte gilt es zu beachten? Welche Klärungsprozesse sind für Pflegekräfte individuell und für Einrichtungen notwendig und wie können sie gestaltet werden? Und nicht zuletzt: Was bedeutet es für eine Pflegeeinrichtung, eine palliative Sedierung, einen freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken oder einen assistierten Suizid zu begleiten?

Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen, die in der Begleitung am Lebensende in Pflegeeinrichtungen tätig sind, insbesondere: Mitarbeiter*innen und Leitungspersonal von Einrichtungen der stationären Altenpflege, ambulante Hospizdienste, Hausärzt*innen, Leistungserbringende der SAPV, Sozialarbeiter*innen, Psychotherapeut*innen und Seelsorger*innen

Programm:

www.zfg-hannover.de/Kurse--Tagungen-und-Angebote-ZfG/tagungen-Workshops/2022-Frau-Arnold-Krueger-Umgang-mit-Sterbew-nschen-in-Pflegeeinrichtungenerbekulturen0


gedruckt am  29.11.2022