IDEM - Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin
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Medizinhistorische und medizinethische Veranstaltungsreihe des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Sommersemester 2018

07. Juni, 18:00-20:00 Uhr Klinikum rechts der Isar, Hörsaal B
Prof. Dr. Marion Ruisinger, Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt
Die Umsetzung des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" (GzVeN) in Ingolstadt 1933 wurde das GzVeN erlassen. Rund 360.000 Frauen und Männer wurden aufgrund dieses Gesetzes im Deutschen Reich gegen ihren Willen unfruchtbar gemacht - seit 1936 auch durch Röntgenstrahlung oder Radiumeinlage. Anlässlich der Ausstellung "Radiologie im Nationalsozialismus" ging die Referentin der Frage nach, wie viele Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger davon betroffen waren und wie das Verfahren im Einzelfall abgewickelt wurde.

Mi, 13. Juni, 18:00-20:00 Uhr Klinikum rechts der Isar, Hörsaal C
Prof. Dr. Fritz Dross, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Krankheit und Ausgrenzung - historische Perspektiven. Das Beispiel Aussatz Am Beispiel der Lepra lässt sich eine lange Problemgeschichte der Isolation, Absonderung und Stigmatisierung kranker Menschen erzählen. Der Vortrag will erläutern, wie die europäischen Gesellschaften der Vormoderne damit umgegangen sind, welche Rolle die Medizin dabei spielte und welche Parallelen zu neueren Erscheinungen medizinischer Stigmatisierung sich aufzeigen lassen.

Fr, 15. Juni, 14:00-19:00 Uhr Ingolstadt, Exkursion zur der Ausstellung Radiologie im Nationalsozialismus im Deutschen Medizinhistorischen Museum Ingolstadt
Ausstellungsführung durch Dr. Alois Unterkircher, den Leiter der Sammlung. Gemeinsame Hinfahrt ab München Hbf. um 14:00 Uhr, Rückkehr um 19:00 Uhr. Max. 15 TeilnehmerInnen. Für Studierende der TUM ist die Teilnahme kostenfrei; für externe TeilnehmerInnen wird ein Unkostenbeitrag für die Bahnfahrt und Ausstellungsführung erhoben (ca. 15 EUR, je nach Teilnehmerzahl). Für diese Veranstaltung ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter: Tel. 089 4140 4041 oder adina.von-malm(at)tum.de 

Mo, 25. Juni, 18:00-20:00 Uhr Klinikum rechts der Isar, Hörsaal B
Buchpräsentation Dietrich v. Engelhardt, Medizin in der Literatur der Neuzeit, Heidelberg: Mattes Verlag, 2018. Bd. 1: Darstellung und Deutung, Bd. 2: Bibliographie der Forschung, Bd. 3: Anthologie literarischer Texte, Bd. 4: Wissenschaftliche Studien, Bd. 5: Themen - Autoren - Werke Mit Vorträgen von: Prof. Dr. Gian Franco Frigo, Dipartimento di Filosofi a, Universität Padua Medicina mentis et corporis oder die Beziehungen zwischen Philosophie und Medizin Prof. Dr. Hans Förstl, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, TUM Malerei und Medizin Prof. Dr. Wolfgang Mastnak, Klinikum der Tongji Universität Shanghai und Hochschule für Musik und Theater München Musik und Medizin Prof. Dr. Dietrich v. Engelhardt, ehem. Kommissarischer Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Die Welt der Medizin im Medium der Literatur Anschließend Empfang im Hörsaalfoyer. 

02. Juli, 19:00-21:00 Uhr NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München, Auditorium
Vorstellung des Gedenkbuchs für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde, Göttingen: Wallstein Verlag, 2018. Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München Prof. Dr. Marion Kiechle, Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Josef Mederer, Präsident des Bezirkstags von Oberbayern Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München Robert Domes, Irsee, Journalist und Schriftsteller ("Nebel im August") Prof. Dr. Michael von Cranach, AG "Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München" Prof. Dr. Annette Eberle, Katholische Stiftungshochschule München Prof. Dr. Gerrit Hohendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM Dr. Sibylle von Tiedemann, AG "Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München" Angehörigen von Münchner "Euthanasie"-Opfern Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gottried Wörishofer, Geschäftsführer der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen (MüPE) e. V. Oswald Utz, Ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München Prof. Dr. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache und in Leichte Sprache übertragen. Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München Bezirk Oberbayern Arbeitsgruppe "Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München" Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM

Fortbildungspunkte bei der BLÄK sind für die einzelnen Vorträge beantragt.

Die Veranstaltungen sind öffentlich; eine Anmeldung ist (bis auf die Ausstellungsführung) nicht nötig.